„Mien leevste Geschicht“

– Lesung und Autorenwerkstatt

Lesenachmittag am 25.10.14 - 16.00 Uhr

Wassermühle Heiligenthal

(PRESSEMELDUNG)

Für viele Menschen in Norddeutschland ist nicht Französisch, sondern Plattdeutsch die Sprache des Herzens, in der sich Gefühle und Befindlichkeiten am besten und lebendigsten ausdrücken lassen.

Für einen Lesenachmittag mit „leevste Geschichten“ am 25.10. in der Wassermühle Heiligenthal suchen Lara Ohlandt und Heiko Frese vom Verein Lüneplatt e.V. plattdeutsche Texte – selbst verfasste und auch Texte anderer Autoren. Gemeinsam werden dann ab 16:00 Uhr neue und alte persönliche Lieblingsgeschichten gegenseitig vorgelesen. Einziges Kriterium außer „plattdeutsch“ und „Prosa“: Die Geschichten sollen nicht länger als drei Schreibmaschinenseiten sein. „De nich girn schrifft, aver girn vördregen deit, de schall sien leevste Geschicht vun Spiekermann, Bullerdiek & Co. rutsöken, oder glieks mehrere to Utwahl“, so Heiko Frese.

Der Lesenachmittag findet statt im Rahmen der Plattdeutschen Lesestafette des Lüneburgischen Landschaftsverbandes, der damit den Impuls gab: Im Oktober finden im gesamten Gebiet des ehemaligen Fürstentums Lüneburg, von der Elbe bis zur Aller, plattdeutsche Lesungen statt.

Eingesandt werden können die Geschichten bis zum 11.10. an Lara Ohlandt, lara.ohlandt@ewetel.net.

„Kösten deit dat nix un all Tohörers sünd vun Harten willkamen“, so Frese.

Da zwar viele Menschen plattdeutsch sprechen können, sich aber beim Schreiben unsicher sind, bietet der Verein in der übernächsten Woche am Dienstag, 30.9. um 19:00 Uhr in der Warburg, Auf der Hude 8 in Lüneburg (Geschäftsstelle der Kriegsgräberfürsorge), eine „Schrievwarkstääd“ an, in der der Lüneburger Autor Horst Jürgens Einblicke in seine schriftstellerische Tätigkeit gibt, Informationen zum Aufbau von Texten gegeben werden und erste Schritte auf dem Weg zum eigenen plattdeutschen Text ausprobiert werden können.

Die Ergebnisse können – müsen aber nicht – beim Lesenachmittag vorgetragen werden.

Bei dem Kurzseminar geht es nur am Rande um die Rechtschreibung; hauptsächlich wird erarbeitet, wie aus einem ersten Gedankensplitter ein runder Text werden kann.

Anmellen un mehr Infos bi Heiko Frese, Tel. 0 41 31 / 854 68 60.